
Scherhaufn
von Clemens Gull
„Scherhaufen“ ist ein Dialektwort aus dem österreichisch-bayerischen Sprachraum. Es bezeichnet, was im Hochdeutschen „Maulwurfshaufen“ heißt: den kleinen Erdhügel, den die Schermaus (also der Maulwurf) beim Graben seiner unterirdischen Gänge an die Oberfläche schiebt.
Die Erde wird dabei vom Maulwurf mit Kopf oder Rüssel seitlich nach oben gedrückt, je nach Bodenbeschaffenheit alle 50 bis 100 Zentimeter, was die typischen Hügel von rund 25 Zentimetern Höhe ergibt. Interessanterweise liegen diese Haufen meist nicht direkt über dem Gang, sondern seitlich versetzt.
Das Wort lebt vor allem in Österreich, Teilen Bayerns und der Schweiz weiter, während man im nördlicheren Hochdeutsch schlicht „Maulwurfshaufen“ sagt. „Schermaus“ oder „Schermäusl“ ist der regionale Name für den Maulwurf.