Alle Begriffe
Je nach Region und Gruppe wurde dieses Gebäck anders genannt. In Wien oder Graz war es auch der Heiligenstriezel der von den lokalen Bäckern an die Kunden verteilt wurde. Allen […]
weiterlesen
Wer einmal im Frühsommer durch die Ostalpen gewandert ist, kennt diesen Anblick: Hänge und Felsgesimse, die in einem tiefen Purpur-Rosa leuchten, als hätte jemand ganze Bergflanken mit Farbe übergossen. Das […]
weiterlesen
Der letzte Tag des Novembermonats, der 30. Novmeber, wird dem Heiligen Apostel Andreas geweiht. Er beendete nicht nur das kirchliche Jahr sondern war auch ein klassischer Lostag für die Liebesdivination: […]
weiterlesen
Drei Mal am Tag hält die Zeit kurz inne. Um sechs Uhr morgens, um zwölf Uhr mittags und um sechs Uhr abends läuten in vielen Dörfern und Städten des Alpenraums […]
weiterlesen
Das Gebet „Ave Maria“ ist lateinisch und bedeutet schlicht: „Sei gegrüßt, Maria“. Es ist das wohl bekannteste marianische Gebet der katholischen Kirche – also ein Gebet, das sich an Maria, […]
weiterlesen
Bartholomäus oder Bartlmä, wie er im Volksmund heißt, markierte in vielen Alpengegenden den Beginn des Almabtrieb-Zeitraums. Spätestens jetzt wurde das Wetter unberechenbarer, die Tage kürzer.
weiterlesen
Die sogenannten Bauernfeiertage waren weit mehr als arbeitsfreie Tage. Sie waren Wendepunkte im Jahr, an denen sich das bäuerliche Leben neu sortierte.Der Begriff „Bauernfeiertag“ ist keine offizielle kirchliche oder staatliche […]
weiterlesen
Ist der erste Adventsonntag und wir vorwiegend in Oberösterreich gefeiert. Es war einer der ersten Schlachttermine um das Fleisch bis Weihnachten rechtzeitig räuchern zu können. Bis zur Erfindung des Kühlschranks […]
weiterlesen
Der Begriff „Christnacht“ bezeichnet die Nacht der Geburt Jesu Christi, also die Nacht, in der nach christlichem Glauben der Sohn Gottes zur Welt kam. Im Volksmund und in der kirchlichen […]
weiterlesen
Das heutige Dirndlgwand entwickelte sich aus der bäuerlichen Tracht zu einer Art Alltagstracht mit leichteren Stoffen. Maßgeblich beteiligt waren das Sportmodenhaus Lanz aus Salzburg und die Salzburger Festspiele in den […]
weiterlesen
Der 6. Januar ist im christlichen Festkalender das Hochfest der Erscheinung des Herrn – lateinisch: Epiphania Domini. An diesem Tag feiern Christen den Besuch der „Weisen aus dem Morgenland“ beim […]
weiterlesen
Früher überreichten Gesinde und Erntearbeiter den Bauern nach Abschluss der Erntearbeiten einen Kranz aus geflochtenem Getreide, woraufhin sie meist ein Festessen erhielten. Dieser Brauch lebt heute in der festlich geschmückten […]
weiterlesen
„Kommunion“ leitet sich vom lateinischen Wort für „Gemeinschaft“ ab und meint die Verbindung des Gläubigen mit Jesus Christus, der sich nach katholischem Verständnis in der geweihten Hostie schenkt. Die Eucharistie […]
weiterlesen
Firmung, das klingt fest und bestimmt, und genau das steckt auch dahinter. Das Wort leitet sich vom lateinischen confirmare ab, also bestärken oder bekräftigen. Im Sakrament der Firmung ruft ein […]
weiterlesen
Der heilige Florian ist bekannt als Schutzpatron gegen Feuer und der Feuerwehren. Im bäuerlichen Kontext bat man ihn um Schutz für Haus und Stadel. Gerade in Regionen mit häufigen Gewittern […]
weiterlesen
Der heilige Georg gilt als Schutzpatron der Pferde und des Viehs. Sein Festtag (23. April) markierte traditionell den Beginn des Weidetriebs – die Tiere kamen nach dem langen Winter wieder […]
weiterlesen
In bäuerlichen oder alpinen Dorfgemeinschaften war es über Jahrhunderte selbstverständlich, dass man bestimmte Aufgaben nicht alleine erledigte – und auch nicht erledigen konnte. Wege ausbessern, Gräben ziehen, Brücken reparieren, Waldränder […]
weiterlesen
Die Goaßl (auch Goasl, Goassl, je nach Region und Schreibweise) ist eine kurzstielige Peitsche aus dem Alpen- und Voralpenraum. Der Name leitet sich vom bairischen Dialektwort für die Fuhrmannspeitsche ab: […]
weiterlesen
Der Dialektbegriff “God” oder “Godl” stammt aus dem österreichischen und bayerischen Sprachraum und bedeutet “Pate” oder „Patin“. Diese Begriffe werden oft im Zusammenhang mit der Taufe verwendet, wobei der Pate […]
weiterlesen
Wer in Österreich oder Bayern aufgewachsen ist, kennt die Worte vermutlich aus der Kindheit: die Godl und der Göd. Gemeint sind damit Taufpatin und Taufpate, also jene besonderen Menschen, die […]
weiterlesen
Wer eine Fronleichnamsprozession in Oberösterreich erlebt, dem fällt sie sofort auf: eine Gruppe Frauen in festlicher Tracht, auf dem Kopf eine goldglänzende, kunstvoll bestickte Haube, die im Sonnenlicht fast zu […]
weiterlesen
Halterbua ist bairisch-österreichisch und bedeutet im wörtlichen Sinn: der Bub, der das Vieh hält. Also: der Hirt. Wer in einer steirischen oder salzburgischen Almhütte aufgewachsen ist, kennt den Begriff noch […]
weiterlesen
Wer in einer alten Dorfkirche den Blick nach oben richtet, entdeckt manchmal eine kreisrunde Öffnung im Gewölbe des Kirchenschiffs, oft geschmückt mit gemalten Flammenzungen, Engeln oder Tauben. Dieses unscheinbare Loch […]
weiterlesen
Wer im Kirchenkalender blättert, stößt auf ein dichtes Geflecht aus Festen, Gedenktagen und Hochfesten. Mittendrin eine besondere Gruppe: die Herrenfeste. Dahinter steckt kein einzelner Termin, sondern ein ganzes System von […]
weiterlesen
Der Herrgottswinkel ist ein faszinierendes Element der bayerischen und österreichischen Kultur. Er ist ein Zeugnis der tiefen Religiosität dieser Regionen und ihrer engen Verbindung zwischen Glauben und Alltag. Obwohl er in der modernen Welt manchmal in Vergessenheit gerät, bleibt der Herrgottswinkel ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes Bayerns und Österreichs. Er erinnert uns daran, dass Spiritualität und Tradition auch in unserer schnelllebigen Zeit ihren Platz haben.
weiterlesen
Ist im Bayrischen, Salzburgischen und bis ins Südtirol gebräuchlich. Grundlegend war es ein Treffen, eine Unterhaltung außerhalb der eigenen vier Wände. Man tauschte sich aus und es war üblich hier […]
weiterlesen
Der Jakobustag am 25. Juli, galt in vielen Gegenden als Beginn des Endes der Hochsommerzeit. Die Bauernregel „Nach Jakobi kein Edelweiß mehr“ deutet auf die abnehmende Höhensommerzeit hin. Auch die […]
weiterlesen
Die Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt ist ein alter Brauch, bei dem Kräuter und Blumen gesegnet werden, um die Verbindung zwischen dem Göttlichen und der Natur zu ehren. Traditionell werden diese Kräutersträuße im Haus aufgestellt, um Schutz und Heilung zu bringen, und spiegeln christliche Symbole sowie die Wertschätzung für die Natur wider. Dieses kulturelle Erbe fördert die Gemeinschaft und erinnert daran, dass in der Einfachheit der Natur Segen zu finden sind.
weiterlesen
Der Begriff bezeichnet das Gedenken an ein zentrales Ereignis der frühen Kirchengeschichte: die legendäre Auffindung des Kreuzes Jesu Christi. Ab dem 7. Jahrhundert feierte die Kirche am 3. Mai diesen […]
weiterlesen
Der Begriff klingt zunächst etwas sperrig. Gemeint ist das feierliche Zeigen, das Hochhalten und Verehren des Kreuzes Christi. Das lateinische Wort exaltatio bedeutet sowohl Erhebung als auch Zeigen und meint […]
weiterlesen
Dies ist eine breite Kette welche zum Dirndl oder der regionalen Tracht getragen wird. In früherer Zeit diente die Kette zum Verdecken eines Kropfes (Vergrößerung der Schilddrüse auf Grund von […]
weiterlesen
Wer im Sommer durch die Alpen wandert, stößt früher oder später auf ein eigentümliches Gewächs: ein zähes, niedrig bleibendes Nadelgehölz, das sich gleichsam in die Hänge hineinschmiegt, krümmt und verbiegt, […]
weiterlesen
Ein Lostag ist in der Volkskunde ein bestimmter Kalendertag, dessen Wetter nach altem Volksglauben als Hinweis/„Vorzeichen“ für die Witterung der kommenden Wochen gilt – und damit (früher) auch als Orientierung […]
weiterlesen
Ein doppelter Feiertag am 15. August: kirchlich und bäuerlich. Traditionell wurden an diesem Tag Kräuter, Blumen und Getreidezweige geweiht – der sogenannte Kräuterbuschen oder Wurzeltag. Die geweihten Kräuter sollten Haus, […]
weiterlesen
Am 25. März begeht die christliche Kirche das Fest Maria Verkündigung (lateinisch: Annuntiatio Domini), auch Mariä Verkündigung oder volkstümlich Unser Frauen Tag im März genannt. Das Fest erinnert an jenen […]
weiterlesen
Das Wort „Marketender“ leitet sich vom Lateinischen „mercatante“ ab und bedeutet schlicht Händler oder Kaufmann. Im Deutschen ist der Begriff seit dem 16. Jahrhundert vor allem in der Soldatensprache belegt, […]
weiterlesen
Martin von Tours teilte seinen Mantel – das weiß man aus der Schule. Was weniger bekannt ist: Sein Festtag war jahrhundertelang der wichtigste bäuerliche Steuer- und Zahlungstermin in weiten Teilen […]
weiterlesen
Eine katholische kleine Gedenkstätte in der freien Landschaft. Sie erinnern meist an eine Verstorbene oder einen Verstorbenen, die an der Stelle verstorben oder verunglückt sind. Oft sind sie an Wanderwegen, […]
weiterlesen
Der Erzengel Michael gilt als Schutzpatron der Hirten und Krieger. Sein Festtag am 29. September war einer der wichtigsten Lostage des Jahres – Pachtverträge endeten, Almhirten kamen ins Tal zurück, […]
weiterlesen
Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort mysterion ab, was so viel wie Geheimnis bedeutet. Im kirchlichen Gebrauch meinte man damit die heilsgeschichtlichen Ereignisse aus dem Leben Jesu Christi, die […]
weiterlesen
Wer im Alpenraum, besonders im Salzburger Land, von einem Nagei spricht, meint schlicht eine Nelke. Das Wort ist eine dialektale Verkleinerungsform, die im bairisch-österreichischen Sprachraum gebräuchlich ist. Neben Nagei trifft […]
weiterlesen
Die 14 Nothelfer sind eine Gruppe von Heiligen, die im Mittelalter besonders in Süddeutschland und Österreich verehrt wurden. Sie werden in schwierigen Notlagen angerufen und gelten als tatkräftige Fürbitter und […]
weiterlesen
Die Oration ist das abschließende Gebet des Angelus. Sie fasst die Betrachtung zusammen und lautet auf Deutsch: Allmächtiger Gott,gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.Durch die Botschaft des Engels haben […]
weiterlesen
Die Osterkerze ist eine große Kerze aus (Bienen)wachs, die in der Liturgie der Westkirchen, darunter die römisch-katholische, die anglikanische und die lutherische Kirche, zu Beginn der Osternachtfeier am Osterfeuer bereitet, […]
weiterlesen
Wer in einem Dorf aufgewachsen ist, kennt das: Einmal im Jahr ist die Kirche festlich geschmückt, die Glocken läuten ausgiebiger als sonst, und nach dem Gottesdienst geht es zum Wirten. […]
weiterlesen
Pfingsten ist das Fest, an dem der Heilige Geist auf die Apostel und Jünger Jesu herabkam. Dieser Moment gilt als der Geburtstag der Kirche. Die Schilderung findet sich in der […]
weiterlesen
Das Wort „Reliquie“ stammt vom lateinischen reliquiae und bedeutet so viel wie „das Zurückgelassene“ oder „Überbleibsel“. Gemeint sind damit körperliche Überreste von Heiligen, also Knochen, Asche oder einzelne Körperteile, aber […]
weiterlesen
Ein Schepseisen ist ein Werkzeug, das traditionell beim Maibaumaufstellen verwendet wird. Es handelt sich dabei um ein langes, flaches Eisen, das dazu dient, die Rinde vom Stamm des Maibaums zu […]
weiterlesen
„Scherhaufen“ ist ein Dialektwort aus dem österreichisch-bayerischen Sprachraum. Es bezeichnet, was im Hochdeutschen „Maulwurfshaufen“ heißt: den kleinen Erdhügel, den die Schermaus (also der Maulwurf) beim Graben seiner unterirdischen Gänge an […]
weiterlesen
Die Schwegelpfeife, im Dialekt oft einfach „Schwegel“ oder „Seitlpfeiferl“ genannt, ist ein hölzernes Blasinstrument mit sechs Grifflöchern, das seitlich, also quer zum Körper, angeblasen wird. Mit diesen sechs Löchern lässt […]
weiterlesen
„Schwenden“ bedeutet im älteren Sprachgebrauch das Roden und Lichten von Gestrüpp, Gebüsch und unerwünschtem Aufwuchs auf Wiesen, Weiden und Almen. Auf den Bergweiden des Voralpenlands ist das kein Luxusproblem: Wo […]
weiterlesen
Der Siebenschläfertag ist ursprünglich ein kirchlicher Gedenktag und wurde später (vor allem im deutschsprachigen Raum) auch als „Lostag“ im Volksglauben bekannt – also als Tag, an dem man aus dem […]
weiterlesen
Die Silvesternacht, also die Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar, ist einer der wenigen Momente im Jahr, an dem so gut wie jeder Mensch – ob religiös oder […]
weiterlesen
In vielen Stuben repräsentiert eine hölzerne, kunstvoll geschnitzte Taube den heiligen Geist. Diese Figur wird meistens direkt über dem Esstisch aufgehängt. Früher wurde an diesem Tisch gemeinsam gegessen, wobei die […]
weiterlesen
Wer schon einmal einem Festzug im bayerisch-österreichischen Alpenraum zugeschaut hat, dem ist er vielleicht aufgefallen: ein Kind in Tracht oder Vereinskleidung, das ganz alleine an der Spitze einer Abordnung marschiert […]
weiterlesen
Die Taufe ist das erste und grundlegendste der christlichen Sakramente. Sie gilt als das eingliedernde Ritual der Reinigung und Geisterfüllung, und sie ist sowohl in der katholischen als auch in […]
weiterlesen
Die Taufkerze ist ein zentrales Objekt im Ritus der christlichen Taufe. Sie wird während der Tauffeier zum ersten Mal entzündet, an der Osterkerze, die im Altarraum steht. Dabei übergibt der […]
weiterlesen
Weihwasserbecken sind in der katholischen Kirche Gefäße zur Aufnahme von Weihwasser, einem sogenannten Sakramentale. Die kleineren Varianten für den häuslichen Gebrauch werden auch als Weihwasserkessel oder Weihbrunnkessel bezeichnet. Der Begriff […]
weiterlesen
Wer als Kind in einer alten Dorfkirche im Salzburger Land oder in Tirol den Pfingstgottesdienst erlebt hat, erinnert sich vielleicht an einen merkwürdigen und gleichzeitig faszinierenden Moment: Aus einem kleinen […]
weiterlesen
Schauerkerzen, so ihr gebräuchlicherer Name in der Volkskundeliteratur, sind gesegnete Kerzen, die im Brauchtum zum Gebet angezündet werden, um bei nahendem Unwetter Schäden und Blitzeinschläge abzuwenden. Das Brauchtum ist heute […]
weiterlesen