Schwendtag

Schwenden

von Clemens Gull

„Schwenden“ bedeutet im älteren Sprachgebrauch das Roden und Lichten von Gestrüpp, Gebüsch und unerwünschtem Aufwuchs auf Wiesen, Weiden und Almen. Auf den Bergweiden des Voralpenlands ist das kein Luxusproblem: Wo nicht regelmäßig gerodet wird, holt sich der Wald die Fläche zurück. Farne, Stauden, Adlerfarn, Haseln und Birken – sie alle dringen langsam, aber unaufhaltsam in die Wiesen vor.

Das Wort „schwenden“ leitet sich vom mittelhochdeutschen swenden ab und meint das Vernichten oder Verschwinden-Lassen von Vegetation – oft durch Abschneiden, Ausreißen oder gezieltes Abbrennen. Es ist nicht eindeutig belegt, ob der Begriff ursprünglich auch für das Brandroden, also das Abbrennen von Flächen zur Kultivierung, verwendet wurde – regional sind hier unterschiedliche Bedeutungen überliefert.