„Schwenden“ bedeutet im älteren Sprachgebrauch das Roden und Lichten von Gestrüpp, Gebüsch und unerwünschtem Aufwuchs auf Wiesen, Weiden und Almen. Auf den Bergweiden des Voralpenlands ist das kein Luxusproblem: Wo nicht regelmäßig gerodet wird, holt sich der Wald die Fläche zurück. Farne, Stauden, Adlerfarn, Haseln und Birken – sie alle dringen langsam, aber unaufhaltsam in die Wiesen vor.
Das Wort „schwenden“ leitet sich vom mittelhochdeutschen swenden ab und meint das Vernichten oder Verschwinden-Lassen von Vegetation – oft durch Abschneiden, Ausreißen oder gezieltes Abbrennen. Es ist nicht eindeutig belegt, ob der Begriff ursprünglich auch für das Brandroden, also das Abbrennen von Flächen zur Kultivierung, verwendet wurde – regional sind hier unterschiedliche Bedeutungen überliefert.


