Adventkranz

Der Ursprung des Adventkranzes lässt sich auf den evangelischen Theologen Johann Wichern zurückführen. Im Jahr 1838 brachte er erstmals ein Wagenrad mit 23 Kerzen (bis zu 24 kleine rote für die Werktage bis Weihnachten und vier dicke weiße für die Sonntage) im Betsaal des Rauhen Hauses, in Hamburg, an.

Der Adventskranz, eine weitverbreitete Tradition in vielen Haushalten, Kirchen und Gemeinden, hat eine faszinierende Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich waren Kränze vor allem in evangelischen Kirchen und Gebetshäusern zu finden, bevor sie später auch in vielen Wohnhäusern Einzug hielten. Die Entwicklung des Adventskranzes nahm jedoch eine interessante Wendung.

Im Jahr 1925 eroberte der Brauch schließlich auch die katholischen Kirchen. Der ursprüngliche „Wichernkranz“ war je nach Länge der Adventszeit mit bis zu 28 Kerzen geschmückt. Jedoch stellte sich heraus, dass nicht jeder genug Platz an der Decke für einen so großen Kerzenkranz hatte. Als Lösung wurde die Anzahl der Kerzen auf die vier großen Kerzen reduziert, eine für jeden Sonntag im Advent.

Die Festlegung auf genau vier Sonntage geht auf Papst Gregor I. im Mittelalter zurück. Er verfügte, dass die Adventszeit, die Vorbereitungszeit auf die Ankunft des Herrn, vier Sonntage umfassen sollte. Diese Entscheidung ermöglichte es den Gläubigen, sich angemessen auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Interessanterweise erhielt jeder Adventssonntag sogar seinen eigenen Namen.

  • 1. Adventsonntag
    Ad te levavi animam meam
    Zu dir erhebe ich meine Seele, Psalm 25,1
  • 2. Adventsonntag
    Populus Sion, ecce Dominus veniet ad salvandas gentes
    Volk von Zion, siehe, der Herr wird kommen, zu retten die Völker, Jesaja 30,19.30
  • 3. Adventsonntag
    Gaudete in Domino semper
    Freut euch im Herrn allezeit, Philipper 4,4
  • 4. Adventsonntag
    Rorate, caeli desuper, et nubes pluant iustum: aperiatur terra, et germinet salvatorem
    Tauet, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor, Jesaja 45,8

Ein beeindruckendes Beispiel für die Fortführung dieser Tradition findet sich im Rauhen Haus in Hamburg wieder. Dort brennt bis heute ein Adventskranz, so groß wie ein Wagenrad, mit einer Kerze für jeden Tag des Advents. Diese kontinuierliche Praxis zeugt von der Bedeutung und Beständigkeit des Adventskranzes als Symbol der Vorfreude und Vorbereitung auf die festliche Zeit des Jahres.

Adventsingen

Das Adventsingen ist heute im gesamten Alpenraum verbreitet. Aber woher kommt es? Und was unterscheidet es eigentlich von einem Krippenspiel?

Was ist ein Adventsingen?

Ein Adventsingen ist eine musikalische Feier in der Vorweihnachtszeit, in der Regel mit Volksmusik, alpenländischem Liedgut, Texten und manchmal auch kurzen szenischen Elementen. Es findet meist in der Kirche, im Gemeindehaus oder in einem Festsaal statt, oft an einem oder mehreren Adventswochenenden.

Im Mittelpunkt steht das Singen selbst: von Ensembles, Chören, Sängerinnen und Musikanten. Die Zuhörerinnen und Zuhörer sind meistens Publikum — auch wenn es je nach Tradition Momente des gemeinsamen Singens geben kann.

Das Adventsingen ist kein Krippenspiel. Der Unterschied ist klar:

  • Das Krippenspiel ist eine gespielte Darstellung der Weihnachtsgeschichte mit verteilten Rollen, Kostümen, Dialog. Es hat Schauspielcharakter und erzählt eine Geschichte.
  • Das Adventsingen ist eine musikalische Darbietung und es kann durchaus szenische Elemente, Texte oder eine rahmende Handlung enthalten, aber das Singen und Musizieren steht im Vordergrund. Es ist kein Theaterstück.

In manchen Aufführungen. besonders beim Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus, fließen szenische Elemente, Texte und Musik so eng ineinander, dass die Grenze zum oratorischen Musiktheater fließend wird. Das macht den Brauch interessant, aber auch schwerer eindeutig einzuordnen.

Die Herkunft: Salzburg, 1946

Das Salzburger Adventsingen gilt als Ursprung und Vorbild der zahlreichen Adventsingen im deutschsprachigen Raum. Es wurde 1946 von Tobi Reiser d. Ä. ins Leben gerufen. Den Beginn seiner öffentlichen Wahrnehmung markierte eine schlichte Feier im Advent 1946, die er gemeinsam mit einigen Freunden im Volksheim am Rudolfskai in Salzburg organisierte. Am bitterkalten 5. Dezember 1946, mitten in der Not und Armut der Nachkriegszeit, lud Tobi Reiser d. Ä. Freunde und Weggefährten erstmals zu einem Adventsingen. Es war eine stille, andächtige Feier mit vertrauten Liedern und Weisen, innigen Gedanken, religiöser Volksfrömmigkeit und überlieferten Bräuchen.

Zur gleichen Zeit fand in München in der damals zerstörten Universität das erste Adventsingen auf bayerischem Boden statt, ins Leben gerufen vom bayerischen Volksmusiksammler Emanuel Kiem, genannt „Kiem Pauli“.

Beide Männer, unabhängig voneinander, griffen damit eine ältere Gewohnheit auf: das gemeinschaftliche Singen in der Stube während der Adventszeit, das in bäuerlichen Haushalten schon lange vor 1946 gepflegt worden war. Was Reiser neu schuf, war das Format: eine öffentliche, kuratierte Veranstaltung mit Programm, Ensembles und Publikum.

Vom Volksheim zum Festspielhaus

Die Feierstunde wurde zur jährlichen Tradition und die Zahl der Gäste stieg von Jahr zu Jahr. Man wechselte in immer größere Räumlichkeiten, zunächst in den Kaisersaal der Residenz, dann in die Große Aula der Universität. Schließlich 1960 in das neuerbaute Große Festspielhaus, wo es bis heute aufgeführt wird. Ab 1952 trat auch der Salzburger Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl mit auf. Er las eigene Texte, darunter die Kleinen Christkindl-Geschichten. Seine heiter-besinnlichen Lesungen wurden ein prägendes Element.

Ein Hinweis zur Person Tobi Reiser

Es wäre unvollständig, Reiser nur als romantische Gründerfigur darzustellen. Historiker Oliver Rathkolb bestätigte 2016 in einem Gutachten Reisers politische Nähe zur NSDAP. Das Tobi-Reiser-Adventsingen wurde daraufhin umbenannt, eine der Nachfolge-Veranstaltungen heißt seither „Salzburger HirtenAdvent“, welches zusätzlich zum Adventsingen seit 2006 wieder in der großen Aula der Universität Salzburg stattfindet.

Dieser Umstand gehört zur Geschichte des Brauchs und sollte nicht verschwiegen werden.

Bedeutung heute

Das Salzburger Adventsingen wurde zum großen Vorbild unzähliger Adventsingen im gesamten Alpenraum. Heute gibt es das Format in unzähligen Varianten: kleine Pfarradventsingen, bei denen der Kirchenchor singt und vielleicht ein Bläserensemble spielt; größere Veranstaltungen in Gemeindehäusern; und die großen, inszenierten Festspielformate in Salzburg, Tirol oder Bayern. Allen gemeinsam ist der Gedanke: Volksmusik, Lied und Besinnlichkeit als bewusste Gegenbewegung zur kommerziellen Weihnachtsstimmung.

Das Adventsingen hat sich von einer kleinen Nachkriegs-Gedenkfeier zu einem der beliebtesten Adventsformate im deutschen Sprachraum entwickelt. Es lebt davon, dass es Menschen versammelt, nicht vor einem Bildschirm, sondern in einem Raum, mit echten Instrumenten, echten Stimmen.

Gleichzeitig ist es ein Brauch, der immer wieder neu verhandelt wird: Was gehört dazu? Wie viel Inszenierung verträgt er? Wie authentisch muss Volksmusik klingen? Diese Fragen haben keine endgültige Antwort und das macht den Brauch lebendig.

Das Adventsingen ist kein uralter Volksbrauch, der sich über Jahrhunderte entwickelt hat, sondern eine bewusste Schöpfung der Nachkriegszeit, die auf älteren Singtraditionen aufbaut. Tobi Reiser d. Ä. hat 1946 in Salzburg ein Format erfunden, das die Menschen offensichtlich gebraucht haben. Und das sie in vielen Varianten bis heute brauchen.

Anglöckeln

Das Anklöckeln hat seine Wurzeln im Mittelalter und gehört zur Gruppe der sogenannten Heischebräuche – also Bräuche, bei denen Menschen von Haus zu Haus ziehen, singen und dafür eine kleine Gabe (meist Essen oder Geld) erhalten. Der Name leitet sich vom „Anklopfen“ an die Türen der Häuser ab, womit man symbolisch um Einlass bat, um die frohe Botschaft der bevorstehenden Geburt Christi zu verkünden.

In den alten Überlieferungen treten die Anklöckler meist in kleinen Gruppen auf, gekleidet in einfache, bäuerliche Gewänder. Sie singen Lieder, die von der Herbergssuche Mariens, von Armut und Nächstenliebe erzählen. Die Texte und Melodien unterscheiden sich je nach Region, sind aber stets getragen von einer tiefen Frömmigkeit und Gemeinschaftsverbundenheit.

Traditionell findet das Anklöckeln an den drei Donnerstagen vor Weihnachten statt – in manchen Orten ausschließlich am letzten Donnerstag vor dem Heiligen Abend.

Die Gruppe – meist bestehend aus Männern, manchmal aber auch gemischt oder mit Kindern – zieht mit Laternen von Haus zu Haus. Dort werden Anklöckellieder gesungen, begleitet von Zither, Gitarre oder einfach nur durch rhythmisches Klopfen. Typische Lieder sind etwa Wer klopfet an? oder Es wird scho glei dumpa.

Als Dank erhalten die Sänger kleine Gaben: Äpfel, Nüsse, Speck oder etwas Geld, das häufig für wohltätige Zwecke gespendet wird. In vielen Gemeinden im Pongau, Pinzgau und Flachgau hat sich dieser soziale Aspekt bis heute erhalten. Ein Beispiel ist die Anklöcklergruppe in Großarl, wo jedes Jahr für Familien in Not gesammelt wird.

In vielen Salzburger Gemeinden – etwa in St. Koloman, Wagrain, Abtenau oder St. Johann im Pongau – gibt es noch aktive Anklöcklergruppen. Mancherorts werden auch Schülergruppen oder Chöre eingebunden, um den Brauch lebendig zu halten.

Anklöpfeln

Das Anklöpfeln ist ein Brauch, bei dem eine Gruppe von meist männlichen Sängern an den drei Donnerstagen vor Weihnachten, den sogenannten Klöpflnächten, den Häusern der Nachbarschaft einen Besuch abstattet. Als Hirten verkleidet, werden sie ins Haus gebeten und stimmen Lieder an, die die Geburt Jesu verkünden. Häufig werden sie auch von Musikerinnen und Musikern begleitet. Der Name leitet sich schlicht vom Anklopfen ab, dem Klopfen an fremde Türen, das im Mittelpunkt des Brauchs steht.

Herkunft und geschichtlicher Hintergrund

Die Wurzeln des Anklöpfelns reichen bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück, darauf deuten zumindest Überlieferungen hin. Nachdem das Christentum Einzug gehalten hatte, wurden ältere Bräuche beibehalten, aber mit neuem Sinn gefüllt. Den Hintergrund bildete dabei die Vorstellung der Herbergssuche von Maria und Josef: Die Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums schildert nur knapp, dass kein Platz in der Herberge war. Die christliche Tradition hat daraus ein dramatisches Bild gewoben. Maria und Josef sollen an mehreren Türen geklopft und bittere Abweisung erfahren haben, bevor ein mitfühlender Wirt ihnen den Stall anbot.

Wer anklopfet, dem wird aufgetan.

Lukas 11,9

Entsprechend dem Bibelzitat entwickelte sich das Anklöpfeln ab dem Mittelalter zur kirchlichen Tradition. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen gehen auf das 15. Jahrhundert zurück.

Warum ausgerechnet Donnerstage? Man nimmt an, dass diese Tage dem germanischen Donnergott Donar oder Thor gewidmet waren, der auf diese Weise milde gestimmt werden sollte.

Belege für das Anklöpfeln in Salzburg gehen bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Aus Quellen ist bekannt, dass das Rechnungsbuch des Stiftes Berchtesgaden im Jahr 1605 Geldgeschenke für Kinder „für die drey khlöppel nächt“ verzeichnet. Nicht immer verlief der Brauch friedlich: Immer wieder uferte das Klöpfeln zu Radau der Jugendlichen aus und wurde deshalb zeitweise verboten. 1611/12 wurden dem Amtmann von Reichenhall wegen seiner Strenge von den Klöpflern in den Klöpflnächten wiederholt die Fenster eingeschlagen.

Ablauf und typische Elemente

Heute stehen im Allgemeinen vier Elemente beim Anklöpfeln im Vordergrund: das Segen- und Glückwünschen für den Jahreswechsel und eine erfolgreiche Ernte, das Heischen und die Übermittlung kleiner Gaben an die Klöpfler sowie die Bewirtung der Gruppe. Als Hirten gekleidet, in Loden, mit Hut, Stock und Laterne, treten die Anklöpfler in die Stuben ein. Wenn sie das traditionelle Wer klopfet an anstimmen, ist es, als würden die Uhren zurückgedreht.

Bedeutung heute

Das Anklöpfeln wurde von der Österreichischen UNESCO-Kommission in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Genauer: Die Aufnahme erfolgte im Jahr 2011. Im Laufe der Zeit hat sich die Ausübung in vielfacher Hinsicht gewandelt: Aufgrund der geänderten Lebens- und Arbeitssituation findet das Anklöpfeln heute nicht mehr ausschließlich an den drei Donnerstagen statt, sondern auch an anderen Abenden. Zu den klassischen Hausbesuchen sind Auftritte bei Feiern und Veranstaltungen hinzugekommen. Auch neuere Lieder finden Eingang ins Repertoire.

Der Kern aber bleibt: Türen öffnen, Gemeinschaft pflegen, die Botschaft weitertragen. Das ist kein musealer Brauch – das ist lebendige Nachbarschaft.

Liedtext

„Wer klopfet an?“
„O zwei gar arme Leut!“
„Was wollt ihr dann?“
„O gebt uns Herberg heut!
O, durch Gottes Lieb‘ wir bitten,
öffnet uns doch eure Hütten!“
„O nein, nein, nein!“
„O lasset uns doch ein!“
„Es kann nicht sein.“
„Wir wollen dankbar sein!“
„Nein, nein, nein, es kann nicht sein,
Da geht nur fort, ihr kommt nicht ‚rein“

„Wer vor der Tür?“
„Ein Weib mit ihrem Mann.“
„Was wollt ihr denn?“
„Hört unser Bitten an!
Lasset heut bei euch uns wohnen,
Gott wird euch schon alles lohnen!“
„Was zahlt ihr mir?“
„Kein Geld besitzen wir!“
„Dann geht von hier!“
„O öffnet uns die Tür!“
„Ei, macht mir kein Ungestüm,
Da packt euch, geht woanders hin!“

„Was weinet ihr?“
„Vor Kält erstarren wir.“
„Wer kann dafür?“
„O gebt uns doch Quartier!
überall sind wir verstoßen,
Jedes Tor ist uns verschlossen!“
„So bleibt halt drauß!“
„O öffnet uns das Haus!“
„Da wird nichts draus.“
„Zeigt uns ein andres Haus.“
„Dort geht hin zur nächsten Tür!
Ich hab nicht Platz, geht nur von hier!“

„Da geht nur fort!“
„O Freund, wohin? Wo aus?“
„Ein Viehstall dort!“
„Geh, Joseph, nur hinaus!
O mein Kind, nach Gottes Willen
musst du schon die Armut fühlen.“
„Jetzt packt euch fort!“
„O, dies sind harte Wort‘!“
„Zum Viehstall dort!“
„O, wohl ein schlechter Ort!“
„Ei, der Ort ist gut für euch,
ihr braucht nicht viel. Da geht nur gleich!“

Aperschnalzen

Mit diesem kräfteraubenden Lärmbrauch versuchen Passen aus mindestens 9 Personen den Winter zu vertreiben.

Das, kurz Schnalzn genannte, Aperschnalzen ist ein Brauch im Alpenvorland. Besonders stark ausgeprägt ist es im Salzkammergut und im Salzburger Raum und hier im Rupertiwinkel. Ausgeübt wird der Brauch vom Stephanitag (26. Dezember) bis zum Faschingsdienstag.

Dabei treten sogenannte Passen auf. Dies sind Gruppen von mindestens 9 Personen – aber immer mit ungerader Teilnehmeranzahl, welche in einer gemeinsamen Vereinstracht und mit einer Goaßl den Brauch ausüben.

Dabei entsteht durch das Schwingen der Peitsche (Goaßl) durch den Richtungswechsel ein Knall. Die Peitsche ist an einem kurzen Holzstiel (3cm Durchmesser und etwa 50cm Länge) drehbar fixiert. Die Peitsche ist aus mehreren Hanfschnüren gedreht Hanfseil und ist maximal 4 Meter lang. Zum Ende verjüngt sich das Seil und wird mit dem sogenannten Bast (auch als Poschn bezeichnet) genannt beendet.

Die Kunst dieses Brauchs ist nicht nur den Knall zu erzeugen, denn dazu wird einiges an Geschicklichkeit und noch mehr Kraft gebraucht. Das Ziel ist, dass die ganze Gruppe auf Schlag ist. Damit ist gemeint, dass entweder alle gleichzeitig einen gemeinsamen Schlag erzeugen oder eine vorher festgelegte Choreographie einhalten. Diese kann frei sein, oder wie bei den Prangerstutzenschützen, ein Schlag alle 3 Sekunden, danach alle Sekunden und zum Schluß alle gleichzeitig. Um diese Choreographie einzuhalten stellt sich die Gruppe in einer Reihe mit genügend Abstand für die Goaßln auf und der Aufdrahra (der erste in der Reihe) gibt das Kommando zum Beginn. Um sich gegenseitig zu messen werden nicht nur einzelne Auftritte in den Gemeinden oder bei Veranstaltungen durchgeführt, sondern auch Bewerbe wie das bekannte Rupertigau-Preisschnalzen.

Aufdraht!
Oans – Zwoa – Drei
Dahin geht’s!

Kommando des Aufdrahras

Das Aperschnalzen wurde nachweislich bereits im 18. Jahrhundert erwähnt und wurde 2013 als immaterielles Kulturerbe der UNESCO eingetragen.

Aperschnalzen – GemeindeschnalzenJänner 2024 in Muntigl bei Salzburg

Aschenkreuz

Während der Fasching mit seiner Ausgelassenheit zu Ende geht, markiert der Aschermittwoch für Christen einen neuen Anfang. Dieser Tag leitet die 40-tägige Fastenzeit, auch als österliche Bußzeit bekannt, ein. Als Zeichen der Fastenzeit wird das Aschenkreuz auf die Stirn der Gläubigen gezeichnet.

Die Versuchung Jesu, das „biblische Vorbild“

Die 40-tägige Fastenzeit hat ihr biblisches Vorbild in der Erzählung von der Versuchung Jesu. Jesus verbrachte 40 Tage und Nächte in der Wüste, wo er den Versuchungen des Teufels widerstand (Mt 4,1-11). Die Gläubigen folgen diesem Beispiel und fasten in Vorbereitung auf das kommende Osterfest.

Ursprung der Fastenzeit und das Aschenkreuz

Ursprünglich begann die kirchliche Fastenzeit am sechsten Sonntag vor Ostern. Papst Gregor der Große verlegte den Beginn auf den vorangehenden Mittwoch, um exakt 40 Fasttage bis zum Osterfest zu gewährleisten. Der Aschermittwoch markiert den Beginn der öffentlichen Kirchenbuße, wobei Büßer Bußgewand und Asche erhielten. Heute symbolisiert das Aschenkreuz auf der Stirn die Bereitschaft zu Umkehr und Buße.

Der Ritus der Aschenbestreuung

Die Aschenbestreuung hat ihren Ursprung im 11. Jahrhundert und wurde zunächst bei der Kirchenbuße praktiziert. Seit 1969 besprengt der Priester die Asche mit Weihwasser, segnet sie und zeichnet den Gläubigen das Aschenkreuz auf die Stirn. Dabei werden folgende Worte gesprochen:

Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.

Priester beim Zeichnen des Aschenkreuzes

Bedeutung der Asche und strenger Fastentag

Die Asche erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen und symbolisiert, dass Altes vergehen muss, damit Neues entstehen kann. Der Aschermittwoch ist ein strenger Fast- und Abstinenztag. Fleisch darf nicht gegessen werden, und es sind nur eine einmalige Sättigung sowie morgens und abends je eine kleine Stärkung erlaubt. Dieser symbolische Abschied vom Fleisch soll die Gläubigen auf das geistliche Leben und Gott besinnen.

Traditionen und moderne Formen des Fastens

Der Aschermittwoch hat nicht nur traditionelle Speisen wie den sauren Hering hervorgebracht, sondern auch Redensarten wie „Asche auf mein Haupt“. Heutzutage kann das Fasten in verschiedenen Formen praktiziert werden, von Verzicht auf bestimmte Lebensmittel bis hin zu modernen Initiativen wie „SMS-Fasten“ oder „Autofasten“.

Der Aschermittwoch markiert den Übergang von der ausgelassenen Karnevalszeit zur besinnlichen Fastenzeit. Die Symbolik des Aschenkreuzes erinnert die Gläubigen an ihre Vergänglichkeit und ruft zu Umkehr und Buße auf. Durch Fasten und Verzicht bereiten sich die Menschen auf das höchste Fest im Kirchenjahr vor – das Osterfest.

Barbarazweig

Am Gedenktag der Schutzpatronin der Bergleute werden üblicherweise Zweige von Kirschbäumen abgeschnitten und dann zu Hause ins Wasser gestellt. Die Hoffnung besteht darin, dass sie bis zum Weihnachtstag zu blühen beginnen.

Die Tradition des Barbarazweigschneidens und -aufstellens erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Dieser Brauch, der darauf hofft, dass die Zweige bis zum Heiligen Abend oder sogar genau dann aufblühen, verbreitet nicht nur festliche Stimmung, sondern bringt auch den Duft des Frühlings in die Winterzeit.

Barbarazweige als Vorboten des Frühlings

Für viele ist dieser Brauch aus der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Auch ich schätz die Möglichkeit, mit den blühenden Zweigen im Winter einen Hauch von Frühling ins Haus zu holen. Traditionell sind es Kirschzweige, es können aber auch Zweige vom Apfel-, Zwetschken- oder Mandelbaum, von der Forsythie, dem Winterjasmin oder der Rosskastanie sein.

Pflegetipps für blühende Barbarazweige

Damit die Zweige blühen, sollten sie zuvor Frost abbekommen haben. Wenn der Frost ausbleibt, kann man nachhelfen, indem man die Zweige für zwei Tage ins Gefrierfach legt. Ein scharfes Messer oder sogar ein Hammer können dabei helfen, die Zweige vorzubereiten und ihre Aufnahmefähigkeit für Wasser zu erhöhen. Die Zweige sollten schräg angeschnitten und in eine Vase mit lauwarmem Wasser gestellt werden. Regelmäßiger Wasserwechsel und Reinigung der Vase sind wichtig, um Bakterienbildung zu verhindern.

Vom kühlen Raum in den warmen Frühling

Um die Knospen zum Erblühen zu bringen, werden die Zweige zuerst in einem kühlen Raum platziert. Sobald sich die ersten Knospen zeigen, werden die Zweige in einen wärmeren Raum gestellt. Aber nicht direkt an die Heizung oder den Ofen, sonst werden kleinen Knospen gleich wieder austrocknen Zusätzlich brauchen die Barbarazweige genügend Luftfeuchtigkeit, beispielsweise durch das Besprühen der Zweige mit Wasser.

Wenn du alles richtig machst und auch noch das bisschen Glück hast, dann blühen deine Barbarazweige genau am Heilig Abend auf.

Die Legende der Heiligen Barbara

Der Brauch der Barbarazweige ist mit der Überlieferung verbunden, dass die im kalten Winter verdorrten Blüten auf dem Grab der Heiligen Barbara am Abend des 24. Dezembers wieder aufblühen sollten. Die botanischen Fakten stehen dieser Legende gegenüber, aber der Brauch vermittelt dennoch den Zauber eines künstlichen Frühlings und symbolisiert das Grün als Hoffnungsträger in der dunklen Winterzeit.

Barbarazweige sind nicht nur eine festliche Tradition, sondern auch ein zauberhafter Weg, den Frühling ins eigene Zuhause zu bringen. Mit den blühenden Barbarazweigen kann man die Finsternis des Winters durchbrechen und Licht, Leben und die Hoffnung auf Jesus Christus ins Herz des eigenen Heims bringen.

Blasiussegen

Am Ende eines Gottesdienstes lädt der Pfarrer zum Blasiussegen ein. Die Gläubigen stellen sich dazu auf, wie zum Empfang der Heiligen Kommunion. Der Priester hält dann jedem Einzelnen zwei gekreuzte brennende Kerzen an den Hals und spricht die Segensformel.

Auf die Fürsprache des heiligen Blasius
bewahre dich der Herr vor
Halskrankheit und allem Bösen.

Es segne dich Gott,
der Vater und
der Sohn und
der Heilige Geist.

Der Heilige Blasius und die Legende hinter dem Brauch

Der heilige Blasius von Sebaste war Bischof und zählt in der katholischen Tradition zu den Vierzehn Nothelfern. Er soll laut Legende einem Kind, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte, durch seinen Segen geholfen haben. Auf diese Erzählung geht seine Verehrung als Schutzpatron bei Halsleiden zurück. Blasius erlitt wahrscheinlich unter Diokletian den Märtyrertod, vermutlich im Jahr 313 oder 283. Die genauen Jahreszahlen sind unsicher und die historischen Quellen zur Person des Blasius sind dünn.

Neben seiner Funktion als Patron gegen Halsleiden wird er auch als Schutzheiliger der Blasmusikanten, Weber, Tiere und Ärzte verehrt.

Herkunft und Geschichte des Brauchs

Zunächst berührte man am Gedenktag des heiligen Blasius, am 3. Februar, den Hals mit gesegneten Kerzen. Der christliche Arzt Aëtios von Amida empfahl den Blasiussegen bereits im 6. Jahrhundert als Heilmittel gegen verschluckte Fischgräten. Seit dem 17. Jahrhundert ist der heutige Brauch der Segnung zwischen zwei brennenden Kerzen bezeugt.

Ein erstes Segensgebet ist für das 7. Jahrhundert überliefert. Segnungen am Blasiustag, darunter auch Wasser, Brot, Wein und Früchte, entstanden wie der heute noch übliche Blasiussegen im 16. Jahrhundert.

Die gekreuzten Kerzen

Das auffälligste Element des Blasiussegens sind die beiden Kerzen, die der Priester in Form eines Andreaskreuzes vor Hals und Gesicht des Gläubigen hält. Woher genau dieser Brauch stammt, ist nicht eindeutig belegt. Eine mögliche Erklärung ist, dass Blasius während des Grätenwunders im Gefängnis war. Die Kerzen, durch die der Segen gespendet wird, könnten diese Gitter symbolisieren und damit zeigen, dass das Gebet durch alle Gitter dieser Welt hindurch kommen kann. Das ist eine schöne, aber volkstheologische Deutung, keine gesicherte historische Herleitung.

Früher wurden die Kerzen auf Höhe des Halses gehalten. Inzwischen ist das Halten über dem Kopf des Gläubigen gebräuchlicher.

Wann wird der Segen gespendet?

Der Blasiussegen wird traditionell am Namenstag des heiligen Blasius, am 3. Februar, am Tag zuvor oder auch in vielen Gemeinden am Sonntag danach erteilt. Brauchwiki

Er findet einen Tag nach dem Fest der Darstellung des Herrn statt, das 40 Tage nach Weihnachten, am 2. Februar, gefeiert wird. Beide Tage verbindet die besondere Bedeutung der Kerzen, denn an diesem auch Mariä Lichtmess genannten Fest werden die Kerzen für das begonnene Jahr gesegnet.

Bedeutung heute

Der Blasiussegen wird jedem einzeln gespendet, weil es um die persönliche Zusage der Nähe Gottes geht. Das unterscheidet ihn von vielen anderen Segnungen, die ganze Gruppen auf einmal betreffen. Genau das macht ihn für viele Menschen besonders: Man steht einzeln vor dem Priester, die Kerzen leuchten, und für einen Moment gehört der Segen nur einem selbst.

Das deutschsprachige Benediktionale von 1978 bindet den Blasiussegen in die Messe oder einen Wortgottesdienst ein, um ein magisches Missverständnis zu unterbinden. Der Empfänger soll sich in die Heilszusage Gottes und in seine Fürsorglichkeit eingebunden erfahren.

Wer regelmäßig am Blasiussegen teilnimmt, tut das selten aus Aberglauben. Es ist Gewohnheit, Kindheitserinnerung, Gemeinschaft. Und vielleicht auch der schlichte Wunsch, das neue Jahr gesund zu beginnen.

Bleigießen

Beim Bleigießen wird ein kleines Stück Blei (früher) oder Wachs bzw. Zinn (heute) in einem Löffel über einer Flamme erhitzt, bis es flüssig wird. Dann schüttet man es rasch in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Die Schmelze erstarrt in einer zufälligen Form – und genau diese Form wird gedeutet.

Ein Ring? Heirat oder Bindung. Ein Schiff? Reise oder Aufbruch. Ein Kreuz? Unglück oder Trauer. Ein Herz? Liebe. Ein runder Klumpen? Glück und Fülle.

Die Deutungen sind nicht starr festgelegt, sondern wurden und werden von Familie zu Familie, von Region zu Region etwas anders ausgelegt. Manchmal wird auch der Schatten der Form an die Wand geworfen und interpretiert, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Herkunft

Die Wurzeln des Bleigießens reichen weit zurück. Schon in der Antike war das Gießen von Metallen in Wasser eine Form der Weissagung, die sogenannte Molybdomantie (von griechisch molybdos = Blei). Im deutschsprachigen Raum lässt sich der Brauch als Silvesterritual mindestens bis ins späte Mittelalter zurückverfolgen.

Manche Volkskundler sehen im Bleigießen eine Verbindung zu vorchristlichen Deutungspraktiken, bei denen Naturmaterialien – Wasser, Feuer, Metall – als Mittel galten, um Kräfte jenseits des Alltags zu befragen. Mit der Christianisierung wurde der Brauch nicht verboten, sondern still geduldet, weil er als harmloses Volksvergnügen galt.

Ab dem 19. Jahrhundert war das Bleigießen in weiten Teilen des deutschsprachigen Raums als Silvesterbrauch fest etabliert – in bäuerlichen Haushalten ebenso wie in städtischen Familien.

Ablauf und typische Symbole

Der Ablauf ist denkbar einfach, der Reiz liegt im Ungewissen:

  1. Kleines Metallstück (früher Blei, heute Wachs oder Zinn) in einen Löffel legen
  2. Löffel über einer Kerze erhitzen, bis das Material schmilzt
  3. Flüssigkeit rasch in eine Schüssel mit kaltem Wasser gießen
  4. Die entstandene Form aus dem Wasser heben und deuten

Manche Deutungen sind weit verbreitet, andere regional oder familiär überliefert. Einige klassische Symbolformen:

  • Ring oder Kreis
    Heirat, Partnerschaft, Vollendung
  • Herz
    Liebe, Zuneigung
  • Schiff oder Flugzeug
    Reise, Veränderung, Aufbruch
  • Kreuz
    Unglück, Tod, schwere Zeit
  • Stern
    Glück, Erfolg
  • Schlange oder Ring
    Feind im Verborgenen oder ewige Wiederkehr
  • Kugel oder runder Klumpen
    Fülle, Wohlstand
  • Baum
    Verwurzelung, Familie, Wachstum

Viele Familien haben ihre eigenen überlieferten Deutungen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden und die oft mehr über die Hoffnungen der Familie verraten als über das tatsächlich kommende Jahr.

Regionale Besonderheiten

Im bäuerlichen Voralpenland war das Bleigießen nicht nur Unterhaltung, sondern ein ernst genommener Brauch. Besonders bei unverheirateten jungen Frauen galt das Bleigießen als Möglichkeit, einen Hinweis auf den künftigen Ehemann zu erhalten, ähnlich wie das Schuhwerfen zu Weihnachten oder das Orakel mit dem Apfelschalen.

In manchen Gegenden Salzburgs und Tirols wurde das Gießen traditionell von der ältesten Frau des Hauses durchgeführt, der die meiste Erfahrung bei der Deutung zugesprochen wurde. Ob das Schmelzgut im Uhrzeigersinn oder dagegen gegossen wurde, war mancherorts ebenfalls bedeutsam.

In Bayern war das Bleigießen besonders in der Vorweihnachtszeit und zu Silvester lebendig. Historische Jahrmärkte und Christkindlmärkte boten mitunter fertige Gießsets an, ein früher Vorläufer der heutigen Supermarkt-Silvestersets.

Das Ende des Bleis und der Beginn des Wachses

Da Blei ein gesundheitsschädliches Schwermetall ist, wurde das klassische Bleigieß-Set in Deutschland 2018 verboten und vom Markt genommen. In Österreich folgte eine ähnliche Entwicklung. Seither sind Wachsgießsets oder Zinngießsets im Handel erhältlich, die Deutungspraxis ist identisch geblieben, das Handlingsmaterial harmloser.

Manche Traditionstreue bedauern den Wandel, andere begrüßen ihn. In der Praxis merkt kaum jemand einen Unterschied: Der Zauber des Moments, das Zischen beim Eintauchen, das Warten auf die Form, das gemeinsame Rätseln, bleibt derselbe.

Bedeutung heute

Das Bleigießen, oder Wachsgießen, wie es heute korrekter heißt, ist eines der wenigen Bräuche, die sich trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen hartnäckig gehalten haben. Nicht weil die Menschen tatsächlich an die Vorhersage glauben, sondern weil der Brauch etwas leistet, das in der Silvesternacht gebraucht wird: Gemeinschaft, Leichtigkeit, das spielerische Nachdenken über das Kommende.

In einer Zeit, in der der Jahreswechsel oft mit Druck, großen Vorsätzen und Überforderung verbunden ist, bietet das Gießen einen Moment der Entschleunigung. Man schaut auf eine zufällige Form im Wasser und lacht. Oder denkt kurz nach. Und das ist vielleicht genug.

Christbaum

Die Tradition, einen Baum ins Haus zu holen und ihn festlich zu schmücken, ist nicht so alt, wie man vielleicht denken könnte. In Goethes “Die Leiden des jungen Werther”, das 1774 veröffentlicht wurde, war der Weihnachtsbaum von Lotte noch eine Neuheit. Die “Erscheinung eines geschmückten Baums mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln” war bemerkenswert genug, um erwähnt zu werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass ein Weihnachtsbaum in der Vergangenheit ein Luxus war, den sich nur die Wohlhabenden leisten konnten. Nur Fürsten und Adelige hatten die Mittel, sich einen eigenen Baum zu gönnen. Erst im ab dem 19. Jahrhundert wurde der Christbaum in wohlhabenden Bürgerhaushalten aufgestellt. Für Bauern blieb der Baum unerschwinglich und wurde erst in der Zwischenkriegszeit zu einer Tradition. Jedoch waren Christbäume auf den Dorfplätzen auch schon im 19. Jahrhundert zu sehen.

Wer in erfunden hat ist nicht wirklich geklärt. Sicher ist, dass das Christentum – wie viele andere Traditionen auch – diesen Brauch für sich vereinnahmt hat. Ob jetzt der Fruchtbarkeitsgott Saturn der Römer oder die alten Germanen mit Tannenzweigen den Frühling anlocken wollten ist egal. Heute ist es ein schöner Brauch geworden.

Zum Schmücken des Baumes und Aufstellen gibt es verschiedene (teilweise von der Familie abhängige) Traditionen. Die einen stellen ihn schon während des Advents und schmücken ihn als Familie gemeinsam. Bei anderen wird der Baum am Tag des heiligen Abends aufgestellt und geschmückt, so dass es für die Kinder eine Überraschung ist.

Abgebaut wird er entweder am Drei-Königs-Tag (moderne Tradition) oder nach klassischer Sitte am Tag zu Maria Lichtmess. Auf Landwirtschaften oder auch in den meisten katholischen Kirchen wird noch immer der 2. Februar verwendet.

Die Art den Baum zu schmücken unterscheidet sich von Region zu Region und ist auch von Familien abhängig. In den letzten Jahren unterliegt der Schmuck immer mehr einer jährlichen Mode und unterscheidet sich von früher, als der Christbaumschmuck vererbt und immer wieder verwendet wurde.